Im Rahmen der derzeit laufenden Forschung zur Gründungsgeschichte und Tätigkeit des Doerner-Institutes im „Dritten Reich“, zu seinen Vorläuferinstituten wie auch zu den Nachkriegsjahren ist jüngst ein Beitrag zur Zeitspanne zwischen 1945 und 1956 erschienen. Entgegen bislang Bekanntem, wurde das Doerner-Institut demnach bereits am 31.03.1946 den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eingegliedert. Mit der veränderten Zuständigkeit ändert sich auch das Themenspektrum: Pläne für eine Restauratorenschule unter Prof. Reinhard Lischka zerschlagen sich, Mitarbeiter wie der Restaurator Heinrich Neufang sind im Wiederaufbau als Restauratoren abgeordnet, andere müssen das Institut als politisch belastet verlassen. Einzig das von Dr. habil. Heinz Roßmann geleitete Labor blüht auf. Nach einer regen Tätigkeit als Gutachter für die amerikanische Militärregierung endet Mitte der 50er Jahre die Tätigkeit in der Materialprüfung und Anstrichtechnik, die maltechnische Abteilung wird 1962 aufgelöst.
1964 übernahm Christian Wolters (1912-1998) die Leitung des Doerner Institutes, das aus einem Labor und einer Restaurierungswerkstatt bestand. Wolters richtete das Institut außerordentlich erfolgreich kunsttechnologisch aus und verschaffte der Einrichtung weltweite Anerkennung.