Anläßlich seines 75jährigen Jubiläums wird sich das Doerner Institut einer brennenden Thematik annehmen, der Wechselwirkung zwischen Klima und Kulturgut. Klima im Kleinen wie im Großen, Kulturgut in Sammlungen, Archiven, Museen, Kirchen und historischen Häusern. Restauratoren, Kuratoren, Konservierungswissenschaftler, Archivare, Klimaingenieure, Architekten sowie Baufachleute sprechen über Wissen und Unwissen.
Die Tagung Klima und Kulturgut: Wissen und Unwissen wird vom 07.-09.11.2012 im Ernst von Siemens-Auditorium der Pinakothek der Moderne in München stattfinden. Die in Zusammenarbeit mit dem Verband der Restauratoren VDR geplante Veranstaltung findet im Rahmen des EU Projektes Climate for Culture statt und wird durch die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege WTA unterstützt.
Jüngst massiv in Frage gestellte Museumsstandards, hohe Energiekosten, die (Über)Technisierung unserer Häuser, falsche Museumsarchitektur und immer wieder berichtete Klimaschäden beschäftigen Fachleute weltweit. Auf der Tagung wird von spezifischen Materialkenngrößen, historischen Lüftungs- und Klimatisierungskonzepten in Museen und Denkmälern und von der Entwicklung differenzierter Standards ebenso die Rede sein wie von den Auswirkungen des Klimawandels auf das kulturelle Erbe dieser Erde. Inwieweit gefährden all diese Faktoren unsere konservatorische Verpflichtung, das Sammlungsgut der Menschheit und damit das kulturelle Gedächtnis dieser Erde unversehrt der nächsten Generation in die Hände zu legen?