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Die Farbstoffgehalte in historisch genutzten Färberpflanzen wie Krapp, Färberginster oder Wau kann je nach Bodenbedingungen, Herkunftsgebiet oder Erntezeit größeren Schwankungen unterliegen. Zudem führen verschiedenste Extraktions- und Verlackungsmethoden zu wenig einheitlichen Zusammensetzungen der vom Künstler verwendeten Farbmittel. Anhand von sechs ausgewählten Färberpflanzen (Krapp - Rubia tinctorum L., Wilder oder Levantinischer Krapp - Rubia peregrina L., Gelbes Labkraut - Galium verum L., Färberwau - Reseda luteola L., Färberginster - Genista tinctoria L., Färberscharte - Serratula tinctoria L.) soll diese chemische Variationsbreite genauer erforscht werden. Durch die Erarbeitung gemeinsamer Protokolle für die Vorbehandlung und Analyse kleinster Proben, die Durchführung von Ringversuchen und die Synthese von seltenen Referenzen sollen künftige Farbstoffanalysen an Kunstwerken oder archäologischen Artefakten aussagekräftiger und vergleichbarer gemacht werden. Neben der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie wird am Doerner Institut als neue Methode die Raman-Mikroskopie dafür erprobt werden.